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21.01.2021

Lesezeit: etwa 3 Minuten

Alles Gute zum Geburtstag, Deutschland!

Alles Gute zum Geburtstag, Deutschland!

Heute vor genau 150 Jahren wurde Geschichte geschrieben. Mit der Proklamation des preußischen Königs zum Deutschen Kaiser fand eine Entwicklung ihren symbolischen Höhepunkt, die mit den Befreiungskriegen gegen Napoleons Fremdherrschaft ihren Anfang nahm, als deutsche Nationalbewegung langsam wuchs und zur Gründung des ersten Staates aller Deutschen führte. Der staatliche Flickenteppich, der die deutschen Teilstaaten in der Mitte Europas als schwach und zerstritten präsentierte, wurde durch die Schaffung eines deutschen Nationalstaats endgültig überwunden.

Der modernste Staat seiner Zeit

Auch wenn die Deutschen gerne als „verspätete Nation“ verspottet werden, hatte es diese neue Nation in sich. Sie schuf einen der modernsten Staaten seiner Zeit, dem bereits nach wenigen Jahren ein großer Wirtschaftsaufschwung und die Schaffung eines weltweit wegweisenden Sozialstaats gelungen sind. Die Reichsgründung am 18. Januar 1871 kann rückblickend also als voller Erfolg bezeichnet werden.

Umso mehr muss es verwundern, dass das offizielle Deutschland diesem denkwürdigen Ereignis heute kein angemessenes Gedenken widmet. Wo sind die Jubiläumsveranstaltungen in der Hauptstadt? Wo sind die vor Pathos triefenden Reden von Bundeskanzlerin und Bundespräsident, die es sich an Tagen, an denen Vergangenheitsbewältigung und Schuldkult betrieben werden können, nie nehmen lassen, etwas Rührseliges in die Kameras zu salbadern?

Reichsgründung wird von Medien und Politik ignoriert

Ist es wirklich nur eine Randnotiz wert, dass es dem „Eisernen Kanzler“ Otto von Bismarck vor 150 Jahren gelungen ist, einen jahrzehntelangen Kampf um die Freiheit und Einheit Deutschlands zu einem erfolgreichen Ende zu bringen?

Oder will man sich nicht der Gefahr aussetzen, mit dem Gedenken an die Reichsgründung in die „Nazi“-Ecke gerückt zu werden? Ist es Unwissen oder ideologisches Kalkül, dass solche großen Tage der deutschen Geschichte aus dem offiziellen Gedenk-Kalender offensichtlich gestrichen wurden?

Deutsche Politiker fürchten sich immer vor nationalen Sonderwegen, könnte ihnen ein solcher doch als übersteigerter Nationalismus ausgelegt werden. Doch beschreiten deutsche Politiker gerade mit dieser falschen Rücksichtnahme einen gefährlichen Sonderweg, der nicht nur im Ausland für Kopfschütteln sorgt, sondern im Inland zu einem Verlust an Identität und gesundem Nationalbewusstsein führt.

Flagge und Wappen des Deutschen Kaiserreiches

Patriotismus ist in anderen Ländern normal

Während beispielweise die US-Amerikaner am 4. Juli ihre Unabhängigkeit feiern und die Franzosen am 14. Juli aus voller Überzeugung ihren Nationalfeiertag begehen, verzichtet man hierzulande auf die Möglichkeit, den jungen Generationen mit dem Erinnern an die Reichsgründung eine positive Tradition, ein Symbol von weltgeschichtlicher Tragweite und nationaler Einheit nahezubringen.

Stattdessen wird die deutsche Geschichte auf 12 Jahre verkürzt, was sich auch darin niederschlägt, dass der Begriff „Reich“ nicht mit dem Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation oder dem Deutschen Kaiserreich, sondern ausschließlich mit dem Dritten Reich assoziiert wird. Der Jugend soll offenbar die Möglichkeit genommen werden, sich bewusst mit der Geschichte des eigenen Volkes zu identifizieren.

An die Stelle des deutschen Nationalbewusstseins soll ein künstlich konstruiertes Bekenntnis zu einem EU-Europa gestellt werden, das aber weder politisch funktioniert (wie die Asylkatastrophe und die aktuelle Corona-Krise deutlich vor Augen führen), noch identitätssfiftender Ersatz für Volk, Nation und Vaterland sein kann. Selbst rechtlich können die heutigen BRD-Politiker nicht aus ihrer Haut, hat das Bundesverfassungsgericht doch mehrfach festgestellt, dass die Bundesrepublik rechtsidentisch mit dem Deutschen Reich ist.

Wenn wir den 18. Januar 1871 also nicht nur in Erinnerung rufen, sondern mit Würde begehen, feiern wir nichts weniger als den Geburtstag unserer Nation. Und der sollte nicht nur eine Randnotiz wert sein.

Ronny Zasowk

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