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25.08.2010

Lesezeit: etwa 3 Minuten

Soziologisch die Realität verdreht

Eine neue Studie Mannheimer Bildungssoziologen soll nun belegen, daß Eltern von Migrantenkindern stärker dazu tendieren, ihre Kinder auf höhere Schulen zu schicken als deutsche Eltern. Hierzu wurden 1376 Personen befragt, allesamt Schüler an Kölner Grundschulen. Im Rahmen seiner Doktorarbeit „Türkischstämmige Kinder am ersten Bildungsübergang. Primäre und sekundäre Herkunftseffekte“ will der Soziologe Jörg Dollmann herausgefunden haben, daß türkische Kinder bei gleicher Leistung und ähnlichen sozialen Verhältnissen häufiger auf die Realschule oder das Gymnasium wechseln als ihre deutschen Mitschüler. Dollmann, der sein Geld beim Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung verdient, behauptet gar, daß der Bildungsanspruch in türkischen Familien höher sei als in deutschen.

Eine Erklärung, warum dennoch nahezu 50 % der vorderasiatischen Migranten die Hauptschule besuchen und dort allzu oft ihren wenigen verbliebenen deutschen Mitschülern das Leben schwer machen, bleibt der Zahlenakrobat schuldig (obwohl eine Studie hierzu wesentlich größeren Nutzen für die Allgemeinheit hätte). Auch warum mehr als 15 % der türkischen Schüler die Schule ohne Abschluß verlassen, gegenüber 6 % bei den Deutschen, kann die Studie nicht wirklich klären. Ein nationaler Bildungstest unter Neuntklässlern hat ergeben, daß ein überaus großer Teil der türkischen Probanden ihren deutschen Altersgenossen über zwei Jahre hinterher hängen, was die Sprachkompetenz anbelangt, obwohl(!) sie hier geboren und aufgewachsen sind. Diese Zahlen taugen schon als Beleg, daß bei der neuen Studie von Dollmann wohl eher der Wunsch der Vater des Gedankens war.

Laut „Spiegel“ bleibt der Grund für die höhere Bildungsmotivation der türkischen Eltern in der Studie des Herrn Dollmann offen – da fehlte ihm wohl die Phantasie. Wahrscheinlich liegt es daran, daß es mit der Bildungsmotivation der türkischen Eltern so weit auch nicht her ist. Vielleicht liegt es eher daran, daß viele Lehrer aufgrund des enormen Drucks durch die Öffentlichkeit, das Bildungsniveau der Ausländerkinder endlich zu verbessern, dazu tendieren, den Eltern bzw. Schülern die jeweils höhere Schulform zu empfehlen. So weit und umfangreich kann es mit dem Übergang der Türken auf das Gymnasium doch noch nicht gediehen sein, schaut man sich andere Zahlen an: nur jeder zehnte türkische Schüler beendet seine Schullaufbahn mit dem Abitur, im Gegensatz dazu bewegt sich die Abiturientenquote bzw. Studienberechtigtenquote unter deutschen Schülern in den letzten 10 Jahren stabil im Bereich von 35 und 45 %. Auch die Reportage „Kampf im Klassenzimmer“ stellte fest, daß Migranten eher einfache und gering qualifizierte Ausbildungsgänge vorziehen. Auch diese Fakten lassen die sehr integrationsoptimistische Studie von Dollmann etwas dubios anmuten.

Es soll hier nicht konstatiert werden, daß es keine hoch qualifizierten Türken in Deutschland gibt. Auch soll nicht behauptet werden, daß die Deutschen allesamt unwahrscheinlich intelligent sind. Aber eines muß und soll festgestellt werden: es gibt offenbar Soziologen in der BRD, die die Realität mit unendlich langen Zahlenreihen versuchen auf den Kopf zu stellen. So soll vermutlich der Versuch unternommen werden, die Millionen hier lebenden Türken als integrationsfähiger darzustellen, als sie sind. Allein die Tatsache, daß fast alle bundesdeutschen Zeitungsgazetten über die Studie berichten, legt dies nahe.

Doch schaut man sich den Schulalltag an, auch öffentlich-rechtliche Sender sahen sich in den letzten Wochen und Monaten dazu gezwungen, über den brutalen Alltag in überfremdeten deutschen Stadtteilen und Schulhöfen zu berichten, meint man, bei der Dollmannschen Studie einem Märchen aufgesessen zu sein.

Ronny Zasowk

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