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24.10.2010

Lesezeit: etwa 3 Minuten

Ein Wahlkampftag wie jeder andere ?!?

Göllheim – Samstag, der 23. Oktober 2010. Es ist 8:50 Uhr. Ein kalter Wind weht über den Marktplatz von Göllheim. Gefrorener Reif liegt auf den letzten Blättern, die noch an den Bäumen hängen. Die anderen vier Kameraden kommen zeitgleich mit mir am Treffpunkt an. Alle sind pünktlich, dick angezogen und die Stimmung ist ausgezeichnet.
Seltsam ist nur, dass der zugewiesene Platz noch menschenleer ist. Das widerspricht aller bisherigen Erfahrung. Warum sind die Systemparteien noch nicht präsent? Heute mal kein „Kampf gegen rechts“? Oder ist es zu kalt?

Nun ja, Fehlanzeige… allmählich trudelten sie ein. CDU, SPD, FDP, die Grünen, die Freien Wähler, VdK (??), die Kirchengemeinschaft (???) – alle schön rechts und links mit ihren Schirmchen neben uns. Ein Unbedarfter könnte meinen, sie suchen den Schulterschluss. Und gegen die Kälte war bei ihnen auch vorgesorgt. Die links von uns stehenden Grüppchen hatten reichlich Wein mitgebracht und auch über den Tag hinweg genossen. Prost! Ein schönes Bild.

Vermisst habe ich die Linke. Dass aus dieser Richtung kein Interesse bestanden haben sollte, kann ich mir nicht denken. Vielleicht haben die ja nur ihre zahlungssäumigen Donnersberger Mitglieder (die Medien berichteten) entfernt (?!?). Oder ist ihnen der „Kampf gegen Rechts“ zu blöde geworden? Auch die „Piraten-Partei“ hatte wohl etwas anderes vor.

Die „Grünen“ proklamierten wieder ihr Glatzkopf-Baseball(tot)schläger-Plakat– ich konnte weder mich noch einen meiner Kameraden darauf erkennen. Vielleicht sollte ich mir aber auch mal eine bunte Brille kaufen, mit denken aufhören, Bildzeitung lesen… nee, lieber nicht. Für Deuschland = NeoNazi – das funktioniert spätestens seit Sarrazin nicht, dass glaubt doch keiner mehr.

Besonders witzig war gleich nach dem Aufbau unseres Info-Standes ein Herr, der sich als Herr Herzog MdBvorstellte. Er meinte: „Wir möchten Sie hier nicht haben. Wir möchten, dass sie weggehen!“.
Wer ist „Wir“? Er stand sehr alleine vor uns. Wozu dieser verbale Angriff? Glaubte er wirklich, dass wir darauf eingehen, uns provozieren lassen würden? Lächerlich. Er selbst ist dann sehr schnell gegangen, war einfach verschwunden – weg und wurde den ganzen Tag über nicht mehr gesichtet. Hat er ein Selbstgespräch geführt?

Ich persönlich glaube ihn gut verstehen zu können. So ein Stühlchen in Berlin ist eben doch wärmer. Was bleibt ihm den anderes übrig? Sollte er nicht endlich mal anfangen eine Politik zu machen, die dem deutschen Volk nützt? Ähm… na ja, dann ist das Stühlchen auch weg. Es ist schon eine verflixte Situation.

Prima fand ich die neben uns stehende Kirchengemeinde. Bei ihnen gab es Kaffee anstatt Alkohol und auf ihrer mitgebrachten Tafel stand unser Parteiprogramm. Zwar nicht komplett und mit der Überschrift der Kirchengemeine, aber ich fand es dufte.
Apropos Programm: Warum wurde von keiner anderen Partei außer uns Info-Material oder ähnliches mitgebracht? Glauben Sie, dass die Wähler so gut informiert über ihre Politik sind, dass man Wahlkampf nicht mehr nötig hat? - Oder war das gar keine Wahlkampfveranstaltung und man wollte die Bürger nur mit der Präsenz verschrecken? Erschreckend - die Wahl wird es zeigen.

Jedenfalls haben wir an diesem Vormittag von 17 Göllheimer Bürgern ihr Votum für unsere Kandidatur bekommen. Ich finde, dass war, gerade wegen der frostigen Bedingungen, ein sehr gutes Ergebnis.

Und Göllheim: Wir kommen wieder!

Sven Lösel

 

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