npd-braunschweig.de

04.04.2012

Lesezeit: etwa 2 Minuten

Betreuungsgeld trotz geringer Höhe ein Schritt in die richtige Richtung

Ein thematischer Spaltpilz hat sich innerhalb der Bundesregierung festgesetzt. Eigentlich war das Betreuungsgeld zur Förderung von Eltern, die ihre Kinder die ersten Jahre daheim erziehen wollen, Bestandteil des schwarz-gelben Koalitionsvertrags. Doch nun wollen die FDP und weite Teile der CDU nichts mehr davon wissen. Sorgt es doch dafür, daß sich mehr Eltern Zeit für ihre Kinder nehmen und sie nicht schon kurz nach der Geburt in die Fremdbetreuung geben müssen.

Neben ideologischen Querschüssenaus dem rot-grünen Lager, wo von bezeichnenden Unwörtern wie „Herd-Prämie“, „Gluckengehalt“ und „Steinzeitfamilien“ die Rede ist, macht die FDP nun Kostengründe geltend.

Berechnungen zufolge würde das Betreuungsgeld in der monatlichen Höhe von 150 Euro zwischen 1,2 und 2 Milliarden Euro kosten. Vergleicht man diese Zahl mit den horrenden Summen, die wir in EU-Pleitestaaten, Ausländer und in Kriegseinsätze der Bundeswehr pumpen, stellt sich die Höhe als vernachlässigenswert dar. Investitionen in Familien aus Kostengründen zu vernachlässigen kommt dem politischen Ausverkauf des eigenen Volkes gleich.

Abgesehen von der äußerst geringen Höhedes diskutierten Betreuungsgeldes ist es ein Schritt in Richtung Wahlfreiheit zwischen Fremdbetreuung und Müttergehalt. Die NPD fordert seit langem mit der Zahlung eines sozialversicherungspflichtigen und rentenwirksamen Müttergehalts Eltern in die Lage zu versetzen, ohne finanzielle Sorgen die Entscheidung zu treffen, ob sie ihr Kind in den ersten Jahren daheim erziehen oder aber in eine Kita geben wollen.

In den letzten Jahren
hat hierzulande eine einseitige Familienpolitik stattgefunden, die das Augenmerk lediglich darauf legte, Mütter nach der Geburt ihres Kindes möglichst schnell wieder verfügbar für den Arbeitsmarkt zu machen. Mütter, die bei ihren Kindern bleiben wollen, sind hierzulande im Nachteil.

Daß ein Betreuungsgeld eine sinnvolle Art und Weise ist, der Arbeit in der Familie die Anerkennung zu verleihen, die sie verdient, zeigen die Beispiele Norwegen, Finnland und Frankreich. Alle drei weisen eine wesentlich höhere Geburtenrate als Deutschland auf, ohne aber unter einer höheren Arbeitslosigkeit zu leiden. In Norwegen und Finnland werden pro Monat 480 Euro gezahlt, in Frankreich beläuft sich das Betreuungsgeld auf 530 Euro im Monat. In keinem der Länder belasten linke Verbal-Entgleisungen wie „Herdprämie“ und „Gluckengehalt“ die Debatte, woran deutlich wird, daß die Familien in diesen Ländern eine erheblich höhere ideelle Wertschätzung als in der politischen Landschaft der Bundesrepublik genießen.

Auch führt das Kostenargument in die Irre. Ein Kita-Platz schlägt monatlich mit 1.000 Euro zu Buche, obwohl die individuelle Betreuung in zahlreichen Einrichtungen zu wünschen läßt – mit oft katastrophalen Folgen für das Wohl des Kindes. Ein Müttergehalt in selber Höhe und nach der Anzahl der Kinder gestaffelt würde also nicht nur eine intensivere Betreuung ermöglichen, sondern darüber hinaus Kosten reduzieren.  

Die NPD hält das Betreuungsgeld trotz der geringen Höhe für einen ersten Schritt in Richtung Wahlfreiheit zwischen Fremdbetreuung und Müttergehalt. Letzteres wäre eine echte familienpolitische Revolution, die die Familien wieder aufwerten und unserem Volk eine Zukunft geben würde.


Ronny Zasowk

» Zur Hauptseite wechseln

Bildschirmauflösung:  X  px Pixeldichte: