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08.04.2013

Lesezeit: etwa 5 Minuten

Gedanken über Heimat

Heimat – nur ein Wort, ein Gefühl, eine Einstellung, etwas Verbotenes, etwas für Ewig-Gestrige?

Im heutigen Sprachgebrauch hat dieser Begriff leider oftmals einen eher negativen Beiklang. Heimat ist verkommen zu einem Verwaltungsakt, einem Unwort, einer politische Unkorrektheit, einer Herkunftszeichnung in offiziellen Papieren.

Dabei ist dieses Wort, dieser Begriff doch so wundervoll mehr, vollkommen losgelöst von politischen Ansichten manifestiert sich in diesem kurzen Wort ein Großteil dessen, was jeden von uns ausmacht. Unsere Wurzeln, unsere Herkunft, unsere Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Denke ich an meine Heimat, denke ich an das wundervolle Hamburg, in dem ich großgeworden bin. An die Stadt, die mir alles bedeutet, die ich von klein auf erlebt habe und in der ich alles Positive und Negative in meinem bisherigen Leben erlebt habe. Genauso, wie für einen Berliner, für einen Dresdner, für einen Münchner oder auch, selbst wenn es für mich schwer vorstellbar ist, für einen Hannoveraner (ich entschuldige mich vielmals bei allen Hannoveranern :)) seine Heimatstadt das absolut Größte darstellt, geht es mir mit meiner Hansestadt.

Aber Heimat ist noch viel mehr, Heimat ist nicht nur der reine Herkunftsort, Heimat ist zugleich die gesamte Geschichte, die man mit diesem Ort verbindet. Ich liebe es, einfach nur so durch die Straßen “meiner” Heimat zu ziehen; unendlich viele Erinnerungen schießen empor; wie ich als kleines Kind mit meinem Vater den Stadtpark entdeckt habe, wie ich während der Grundschulzeit das erste Mal exotische Tiere in “Hagenbecks Tierpark” erlebt habe, wie ich mich später immer wieder auf Entdeckungstour durch “meine” Stadt gemacht habe.

Und auch das ist noch lange nicht alles: Heimat ist noch so viel mehr, Heimat ist ein Gefühl der Geborgenheit, immer wieder aufs Neue ein wunderbares Gefühl, nach längerer Abwesenheit nach Hause zu kommen.

Gerade deshalb stelle ich es mir unendlich schwer und schmerzlich vor, seine Heimat zu verlieren. Nicht mehr die Möglichkeit zu haben, nach Hause, zu seinen Wurzeln, zu seiner Geschichte zurückzukehren. Eine viel zu große Menge deutscher Heimatvertriebene mußte genau diese Erfahrung machen, wurde ihrer Heimat beraubt und wird heutzutage nur wegen der Einforderung legitimer Rechte sehr schnell als “Nazis” diffamiert.

Als ebenso schmerzlich empfinde ich es aber auch, wenn Heimat durch politisches Wirken verdrängt wird, so wie wir es in den letzten Jahrzehnten sehr massiv insbesondere in den Großstädten erlebt haben. In gewissen Straßenzügen, in gewissen Stadtteilen kann ich “mein” Hamburg nicht mehr wiedererkennen, ähnlich wird es den Berlinern oder den Münchnern ergehen.

Schließe ich die Augen, dann sehe ich eine bunte Mischung kleiner Geschäfte, die sich beispielsweise im Stadtteil Barmbek darbieten. Beginnend mit dem Hertie-Kaufhaus am Bahnhof über diverse kleine und mittelständische Unternehmungen die Fuhlsbütteler Straße hinauf.

Öffne ich die Augen, weiß ich zunächst gar nicht, ob ich ihnen trauen kann. Wo ist meine Heimat geblieben? Was ist aus all den Erinnerungen geworden?
Kapitalistischer Größenwahn hat das Hertie-Kaufhaus längst dahingerafft. Statt der bunten Ladenwelt von einst findet sich heute in erster Linie ein Mix aus türkischen Obst- und Gemüsehändlern und türkischen Döner-Imbißbetrieben. Wo sind die deutschen Betreiber geblieben, die mir früher Äpfel, Bananen, Currywurst oder halbe Hähnchen verkauft haben?

Ich ahne schon die Kommentare auf einen solchen Beitrag: “Ja, die ewig gestrigen Nazis wieder…”. Ist es wirklich so schlimm, so verwerflich, seine Vergangenheit, seine Herkunft hochzuhalten und eine solche Entwicklung zu bedauern?

Die Kritiker mögen mir doch einfach mal ganz simple Fragen beantworten: Warum kaufe ich heute mein Obst und Gemüse beim Türken bzw. in Berlin meist beim Vietnamesen? Können die das besser als ihre deutschen Vorgänger?
Warum hat man heutzutage oftmals nur noch die Möglichkeit, seine Currywurst oder sein Grillhähnchen beim türkischen Döner-Imbiß zu kaufen?

Ich möchte ja gar nicht behaupten, daß Obst, Gemüse, Hähnchen oder Wurst nun schlechter schmecken, möchte das ganze aber mal auf eine ganz simple, vielleicht ja auch naive Formel bringen: Ergibt es wirklich Sinn, Ausländer ins Land zu holen, die dann letztendlich ganze Teile des deutschen Einzelhandels übernehmen und so deutsche Arbeitnehmer ersetzen?

“Ja, die rassistische, ausländerfeindliche NPD wieder mit ihrer Hetzerei…”, so oder ähnlich stelle ich mir die wohlerzogene Reaktion auf derartige Fragen vor. Doch darum geht es doch gar nicht! Nein, ich möchte für mich in Anspruch nehmen, alles andere als ein “Ausländerfeind” zu sein.

Ganz im Gegenteil, ich liebe es, fremde Sprachen zu erlernen und deren Kulturen kennenzulernen. Grundsätzlich aber gerne dort, wo deren Ursprung ist!

Ich gehe davon aus, daß wirklich jeder Einzelne ein ähnliches Heimatgefühl in sich trägt, auch wenn politisch besonders Korrekte dies natürlich gerne mit anderen Vokabeln ausdrücken würden, da der Passus “Heimat” ihnen ja “verbrannt” vorkommt. Aber gerade den so stolzen Türken dürfte es eigentlich nicht leicht fallen, ihre angestammte Heimat zu verlassen, um hier in Deutschland ihr Glück zu versuchen. Vermutlich mag auch gerade das der Grund dafür sein, daß sie überall dort, wo sie sich in zahlenmäßig größerer Form niederlassen, versuchen, bestehende Strukturen in eine Art “Klein-Instanbul” umzuwandeln. Es entstehen in kurzer Zeit neben unendlich vielen türkischen Imbiß-Betrieben türkische Supermärkte, türkische Banken und selbstverständlich mindestens eine Moschee (als gutes Beispiel dient hier Hamburg-St. Georg).

Es wird sozusagen versucht, die eigene Heimat zu importieren. Auf der Strecke bleibt die Heimat der Hamburger, der Berliner, der Münchner, die mit diesen Veränderungen ein Stück weit stirbt.

Es bleiben nur noch die Erinnerungen, die man im politisch korrekten Deutschland aber auch nur noch hinter vorgehaltener Hand hochhalten darf.

So bleibt mir oftmals nur übrig, die Augen zu schließen und in Gedanken durch die Vergangenheit meiner Heimat zu wandeln, in der es natürlich auch ausländische Betriebe gab, die aber als bereichernde Ergänzung verstanden wurden und nicht als Versuch eines kompletten Austausches.

“Ohne Heimat sein heißt leiden.”, so Fjodor Michailowitsch Dostojewski.

Bild: Ich-und-Du  / pixelio.de  www.pixelio.de

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