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31.05.2013
Niedersachsen

Lesezeit: etwa 4 Minuten

Mehr als 16,5% in Niedersachsen haben ausländische Wurzeln

(Foto: Dieter Schütz / pixelio.de)

Heute wurden die Ergebnisse der Volkszählung 2011 veröffentlicht. Da die Daten mittlerweile zwei Jahre alt sind, ist der Ausländeranteil dementsprechend größer geworden. Interessant ist übrigens, das laut BRD-Neusprech 16,5% ausländische Wurzeln haben, aber nur 5,5% als Ausländer zählen. Die Differenz von 11% wird bei Polizeimitteilungen u.ä. immer als "Deutsche" angegeben, selbst wenn sie rein ausländische Wurzeln haben und kein Wort Deutsch sprechen. Da der LSKN ausdrücklich eine Verbreitung mit Quellenangabe wünscht, geben wir ausnahmsweise den Text vollständig auf dieser Seite wieder:

Pressemitteilung des Landesbetriebes für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen

Datum: 31. Mai 2013
Nummer 39/13

HANNOVER. Am 9. Mai 2011 lebten 7 777 992 Menschen in Niedersachsen. Diese neue Einwohnerzahl ist das Ergebnis des Zensus 2011, mit dem nach 24 Jahren erstmals wieder ermittelt wurde, wie viele Menschen in Deutschland leben, wie sie wohnen und arbeiten. Die neuen Einwohnerzahlen für das Land Niedersachsen und seine Regionen stellte Eckart Methner, Vorstand Statistik im Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen (LSKN), heute auf einer Pressekonferenz im Niedersächsischen Landtag vor.
 

Mit den Zensusergebnissen wird das statistische Verfahren zur Ermittlung aktueller amtlicher Einwohnerzahlen, die Bevölkerungsfortschreibung, nun auf eine neue Basis gestellt. Grundlage waren bisher die Ergebnisse der Volkszählung aus dem Jahr 1987. Diese wurden durch Zu- und Fortzüge sowie Geburten und Sterbefälle in den folgenden Jahren fortgeschrieben.
 

„Zum 31. Dezember 2011 lag die Einwohnerzahl Niedersachsens auf Basis des Zensus 2011 um 1,8 % beziehungsweise um 139 249 Personen unter der bisherigen Bevölkerungszahl", sagte Statistik-Vorstand Eckart Methner. Höhere als ihre zuvor ermittelten Einwohnerzahlen zum 31.12.2011 verzeichneten die drei Landkreise Holzminden (+1,0 %), Cloppenburg (+0,2 %) und Lüchow-Dannenberg (+0,1 %). Alle anderen Landkreise und kreisfreien Städte lagen unter ihrer zuvor ermittelten Einwohnerzahl: Mit -6,4 % wies die Stadt Osnabrück die größte Abweichung auf, gefolgt von der Stadt Wilhelmshaven (-5,1 %) und dem Landkreis Göttingen (-3,9 %).
 

Für die Landeshauptstadt Hannover wurde eine Abweichung um -3,1 % ermittelt. Damit zählte sie am 31.12.2011 aber weiterhin mehr als 500 000 Einwohner (509 485). Die Städte Hildesheim und Salzgitter hatten nach bisherigen Bevölkerungszahlen mehr als 100 000 Einwohner. Ihre Einwohnerzahlen am 31.12.2011 auf Basis des Zensus 2011 lagen darunter. Von den landesweit 1010 Gemeinden am 31.12.2011 wurden für 623 Gemeinden (61,7 %) niedrigere und für 378 Gemeinden (37,4 %) höhere Einwohnerzahlen ermittelt. In neun Gemeinden gab es keine Unterschiede.
 

Der Zensus 2011 liefert neben den Einwohnerzahlen unter anderem Informationen zum Migrationshintergrund, zur Bildung, zur Erwerbstätigkeit und zur Religionszugehörigkeit der Bevölkerung. Außerdem werden Daten zum Bestand und zur Struktur der Gebäude und Wohnungen veröffentlicht. Demnach gilt in einem ersten Überblick zur niedersächsischen Bevölkerung am 9. Mai 2011:

  • 48,9 % der niedersächsischen Bevölkerung sind männlich, 51,1 % sind weiblich.
     
  • 7,35 Millionen Niedersachsen sind Deutsche (94,5 %), 426 750 Menschen haben eine ausländische Staatsangehörigkeit (5,5 %). Die Anzahl der Ausländerinnen und Ausländer weicht damit um -20,7 % von den bisherigen Werten der amtlichen Bevölkerungsfortschreibung ab (Vergleich zum 31.12.2011).
     
  • Einen Migrationshintergrund haben 1,27 Millionen Menschen in Niedersachsen, das sind 16,5 % der Bevölkerung.
     
  • Rund ein Viertel der Personen ab 15 Jahren verfügt über die Hochschul- oder Fachhochschulreife (24,8 %), 6,9 % haben keinen oder noch keinen Schulabschluss.
     
  • Erwerbstätig sind 3,79 Millionen Niedersachsen.
     
  • Jeder zweite Niedersachse gehört der evangelischen Kirche an (3,93 Millionen / 50,5 %), 1,40 Millionen Personen der römisch-katholischen Kirche (18,1 %).
     
  • In den 2,25 Millionen Gebäuden mit Wohnraum befinden sich 3,94 Millionen Wohnungen, von denen 3,7 % leer stehen; die durchschnittliche Wohnungsgröße beträgt 100,8 m².

Der Zensus 2011 wurde erstmalig nach einem neuen, weitgehend registergestützten Verfahren bundesweit durchgeführt. Rund 10 Prozent der niedersächsischen Bevölkerung sowie alle Eigentümerinnen und Eigentümer von Wohnungen und Wohngebäuden sind um Auskunft gebeten worden. „Für die gute Unterstützung bei dieser wichtigen Befragung möchte ich mich bei den Bürgerinnen und Bürgern bedanken", sagte Statistik-Vorstand Eckart Methner.
 

Einwohnerzahlen für die kreisfreien Städte, die Landkreise, die Region Hannover sowie die kreisangehörigen Städte mit rund 50 000 und mehr Einwohnern sind in der Tabelle im Anhang Aaufgeführt. Ausführliche Ergebnisse auf Landesebene können den offiziellen Ergebnisblättern „Bevölkerung" und „Gebäude und Wohnungen" entnommen werden (Anhang B).
 

Im Anhang der Pressemitteilung sind weitere ausgewählte Ergebnistabellen nach Landkreisen und kreisfreien Städten (Anhang C)sowie thematische Landkarten (Anhang D) zu finden. Weitere Hintergrundinformationen zum Zensus 2011 stehen im Anhang E sowie im Themenbereich „Zensus 2011" auf der Internetseite www.lskn.niedersachsen.de zur Verfügung.
 

Unter www.zensus2011.deist seit heute der Zugriff auf die Zensusdatenbank für die breite Öffentlichkeit freigeschaltet, in der erste Ergebnisse aus dem Zensus 2011 auf Bundesebene, für alle Bundesländer und bis auf Gemeindeebene für individuelle Auswertungen bereitstehen. Die Daten können dort von allen Interessierten kostenfrei abgerufen werden.


 

Ansprechpartner:
Pressestelle Zensus
Jan Scharf, Tel. 0511 9898-3156


Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


Herausgeber:
© 2013 Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen
Pressestelle, Göttinger Chaussee 76, 30453 Hannover

Telefon: 0511 9898-1125
Telefax: 0511 9898-4132

E-mail: pressestelle(at)lskn.niedersachsen.de
http://www.lskn.niedersachsen.de

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