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23.07.2013

Lesezeit: etwa 3 Minuten

Horrende Mieten treiben tausende Familien in die Armut

Geringverdiener besonders betroffen

Ganze Bevölkerungsschichten sind von der wirtschaftlichen Entwicklung in unserem Land abgekoppelt worden. Einer neuen Bertelsmann-Studie zufolge sind besonders dramatisch Familien mit geringem Einkommen betroffen. Laut der Studie haben einkommensschwache Familien in 60 von 100 der größten deutschen Städte nach Überweisung der Miete weniger als den Hartz-IV-Regelsatz, also weniger als 1169 Euro zur Verfügung. Im Fokus der Studie standen Familien, die über weniger als 60 Prozent des regionalen Durchschnittseinkommens verfügen. In Extremfällen müssen ganze Familien von Bezügen leben, die 43 Prozent unter dem Niveau der Grundsicherung liegen. Besonders betroffen sind die Städte Frankfurt am Main, Jena, Freiburg und München. Einkommensschwache Familien geben hier jeden zweiten zur Verfügung stehenden Euro für die Monatsmiete aus.

Wirtschaftlich vernünftig und sozial ausgewogen wäre, wenn höchstens 30 Prozent des monatlichen Einkommens für die Miete und die damit einhergehenden Nebenkosten bezahlt werden müssten. In den Städten Frankfurt, Offenbach, München, Freiburg, Konstanz, Potsdam und Jena würden lediglich ein Prozent der Wohnungen hierfür in Frage kommen. Ab 40 Prozent geht man von einer finanziellen Überlastung aus.

Besonders in den größten Städten des Landes ist die Nachfrage nach Wohnraum in den letzten Jahren rapide angestiegen, dennoch hat es in zahlreichen Bundesländern keinen oder nur wenig Bau von neuen Sozialwohnungen gegeben. Die Quadratmeterpreise sind zum Teil auf 11-13 Euro gestiegen, sodaß nicht nur Einkommensschwache, sondern auch Angehörige der so genannten Mittelschicht oft nicht mehr wissen, wie sie die Miete aufbringen sollen.

Besonders Familien stehen häufig vor einer ausweglosen Situation: einerseits wissen sie oft nicht, wie sie die der steigenden Mieten Herr werden sollen, andererseits haben sie kaum eine Möglichkeit, abseits von Wohngeldbezug das Problem nachhaltig zu lösen. Die Flucht ins vermeintlich günstigere Umland bringt höhere Mobilitätskosten mit sich, wodurch die möglichen Mietersparnisse wieder aufgefressen werden. Auch Sozialwohnungen sind derzeit für die wenigsten eine Lösung, ist die Zahl der staatlich subventionierten Sozialwohnungen mit Mietpreisbindung doch seit 1990 von 3,6 Millionen auf 1,6 Millionen zurückgegangen – trotz deutlich höherer Nachfrage.

Erstmals in der deutschen Geschichte müssen die Menschen zunehmend wieder mit weniger Wohnraum auskommen. Bisher stieg die durchschnittliche Größe des zur Verfügung stehenden Wohnraums stetig an, nun heißt es für viele Deutsche, den Gürtel wieder enger zu schnallen. Auch hier befinden sich besonders Familien mit mehreren Kindern oft in überaus prekären Situationen. Steigende Mieten sind somit eine weitere Ursache der weiterhin auf hohem Niveau befindlichen Kinderarmut in Deutschland. Die Zahl der in Armut aufwachsenden Kinder liegt seit Jahren stabil bei besorgniserregenden 2,5 Millionen. Besonders die Kinder von Alleinerziehenden sind überproportional häufig betroffen.

Der Gesetzgeber hat es in den letzten Jahren sträflich versäumt, die Mieter vor allzu rapiden Mietsteigerungen zu schützen. Die Mieten bei Neuvermietungen liegen nicht selten mehr als 40 Prozent über der ortsüblichen Miete. Da diese hohen neuen Mietpreise die Vergleichsmieten von morgen sind, wird hierbei eine beispiellose Preisspirale in Gang gesetzt.

Nach Auffassung der NPD müssen die Mieten vom Gesetzgeber wirksam gedeckelt werden, sollte das Wohngeld dem tatsächlichen Bedarf angepasst werden und bedarf es höherer Zuschüsse für kostenintensive, aber staatlich vorgeschriebene energetische Sanierungen. Der Bau von Sozialwohnungen sollte massiv vorangetrieben werden, was nicht nur Mieter entlasten, sondern auch Arbeitsplätze schaffen würde.

Jeder Deutsche sollte ein grundgesetzlich verbrieftes Recht auf eine bezahlbare Wohnung haben. Auch müssen Deutsche bei der Vergabe von Wohnungen Ausländern vorgezogen werden.

Ronny Zasowk

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