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30.08.2013
Bundestag

Lesezeit: etwa 2 Minuten

Wahl-o-mat seit gestern im Netz

Der von der Bundeszentrale für politische Bildung herausgegebene Wahl-o-mat ist seit gestern mit Thesen zur aktuellen Bundestagswahl verfügbar.

Die Grundidee, dass die Wählerinnen und Wähler sehen sollen, finden wir sehr gut! Deswegen rufen wir auch und gerade unseren Kritikern zu sich mit den Inhalten zu beschäftigen. Die Partei, die die meisten und wichtigsten Thesen genauso vertritt wie man selber, der sollte man seine Stimme geben!

Wie wir schon schrieben, ist die Grundidee gut. Die Grundidee. Kritikpunkt gibt es leider mehrere, die den Wahl-o-maten von einer wirklich guten Wahlhilfe trennen:

  • -  Medienkooperationspartner ist die ARD-Tagesschau. Eine öffentlich-rechtliche Einrichtung, die mehr nach Parteibuch, als nach Kompetenz besetzt wird.
  • -  Der Wahl-o-mat filtert die Thesen schon vorab. Die Unterscheidung Deutsche-Ausländer findet praktisch in keiner Frage statt.
  • -  Der Wahl-o-mat vergleicht nicht automatisch alle Aussagen aller Parteien. Angeblich, damit man nur die Aussagen der Parteien erhält, die einen interessieren. Die Wahrheit dürfte jedoch sein, das viele Nutzer alleine beim Abstimmen über die Thesen ein Weltbild vertreten wissen könnten, welches politisch unkorrekt ist.
  • -  Auf der Seite vom Wahl-o-mat findet man einen Anti-NPD-Artikel, aber keine Artikel gegen andere Parteien bzw. deren Argumentationen.
  • -  Es werden Parteien zur Auswahl vorgeschlagen, die im jeweiligen Bundesland gar nicht wählbar sind. Eine Auswahl per Postleitzahl wäre eine sinnvolle Verbesserung.
  • -  Die Vorstellungen der einzelnen Parteien sind gnadenlos subjektiv.

Darüber hinaus konnten die befragten Parteien antworten was sie wollten-eine Überprüfung fand nicht statt. Ein Beispiel: Abgesehen von der CDU, die sich in dieser Position neutral verhält, sind angeblich alle Bundestagsparteien (genauso wie die NPD) für direkte Volksentscheide. Die Bundestagsparteien, die dieses angeblich bejahen, hätten in der Vergangenheit jahrzehntelang Zeit gehabt dieses Vorhaben endlich umzusetzen.

Dieses ist jedoch nicht geschehen. Warum? Weil man die Meinung des Volkes in wichtigen Sachen fürchtet und oft bewußt das Gegenteil umsetzt. Egal ob Masseneinwanderung und damit verbundene Überfremdung, Einführung des Teuro, Auslandseinsätze der Bundeswehr oder ein Abhörverbot für ausländische Geheimdienste. In der damaligen Rot-Grünen Bundesregierung hat man bei der Abstimmung über den Lissabon-Vertrag auch offen zugeben, dass das Volk anders entscheiden würde-würde man es denn fragen!

Trotz all der genannten und ungenannten Schwächen: Nutzen Sie den Wahl-o-maten, wählen Sie auf jeden Fall möglichst alle Parteien (nacheinander) aus und hinterfragen Sie kritisch bei den Antworten der Bundestagsparteien, warum Sie manche Punkte, wie die direkte Demokratie, anders beantworten, als Sie sie im praktischen Alltag umsetzen!

(DD)

-Verweis zum Wahl-o-mat(Tagesschau)

Foto: Tim Reckmann  / pixelio.de

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