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31.10.2013

Lesezeit: etwa 2 Minuten

Reformiertes Gruseln?

Seit knapp 500 Jahren, genauer seit dem 31.10.1517 ist der Tag vor Allerheiligen als der Tag bekannt, an dem Luther seine 95 Thesen an die Wittenbergische Kirche angeschlagen haben soll. Seit 1667 ein sächsischer Kurfürst den 31. Oktober als Gedenktag für die Reformation festgesetzt hat, hat sich dieses Datum in den meisten Ländern als Fest- und Gedenktag durchgesetzt.

Der Krieg um den wahren Glauben und die Einteilung der Deutschen in Katholiken und Protestanten hat den deutschen Ländern lange und blutige Kriege und Unruhen gebracht. Bis nach dem zweiten Weltkrieg war die Haltung von Katholiken und Protestanten teilweise vergleichbar mit den Auseinandersetzungen zwischen Schiiten und Sunniten in islamischen Ländern.

Während seit über 300 Jahren am 31. Oktober zumindest in protestantischen Ländern der Reformation gedacht wurde und zum 500. Jubiläumsjahr sogar einmalig die Einführung des Reformationstages als bundesweiter Feiertag angedacht ist, hat sich die Bedeutung des 31. Oktober für die meisten Bundesbürger gravierend verändert.

Früher dachte man an die Reformation-heute an Halloween. Ursprünglich aus Irland kommend wurden die Halloween-Feierlichkeiten von Auswanderern in die VSA und Kanada gebracht, wo das Fest von anderen Volksgruppen übernommen wurde. Da insbesondere im Zuge der Besatzung Deutschlands viel Unkultur und Bräuche aus den VSA bedenkenlos von den Deutschen übernommen wurde, ist es fast schon erstaunlich, dass die bundesweite Ausweitung erst im Jahre 1991 im Schatten des ersten Golfkriegs in Europa in seiner nun kommerzialisierten Form übernommen wurde.

Die Übernahme von fremden Bräuchen führt selbstverständlich keinesfalls zu mehr Kultur, sondern dazu, dass die einheimischen Sitten und Bräuche zum Teil aufgegeben bzw. nicht mehr weitergegeben werden.

Die kommerzialisierte VSA-Version von Halloween ist vollkommen überflüssig. Kinder die durch die Städte und Dörfer ziehen und dafür Süßigkeiten bekommen gab und gibt es in Deutschland auch schon lange-in Form der Sternsinger. Bei der derzeitigen Bevölkerungsentwicklung in Deutschland bald sogar mit genügend „echten“ Schwarzen. Der ganze Halloween-„Brauch“ in Deutschland hat nur kommerzielle Züge und die Bedeutung eines Totenfestes ist lediglich für die Hersteller und Importeure von überteuerten Pseudo-Gruselkostümen, Produzenten von Süßigkeiten und Diskothekenbetreiber interessant.

Da die Parteien von CDUSPDGRÜNELINKEFDP uns schon genügend Anlaß zum Gruseln bieten (und das ganze 365 bzw. 366 Tage im Jahr!), brauchen wir das entfremdete Halloween-Fest der Iren/Amis in Deutschland nicht.

Es wäre schön, wenn in Deutschland den Feiertagen wieder eine größere Bedeutung nachkommen würde und dem eigentlichen Wortsinn nach an den Tagen entsprechend der Ursprungsbedeutung gefeiert oder gedenkt wird.

(DD)

-Stuttgarter Nachrichten zum bundesweiten Feiertag

Foto: Silke Bogorinski  / pixelio.de

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