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16.01.2014
Niedersachsen

Lesezeit: etwa 2 Minuten

Endlich! Landesregierung (er)findet neue Randgruppen!

Niedersachsen ist herrlich. Ein Bundesland in dem in den Flüssen Milch und Honig fließen und wo es nur Wohlstand und keine echten Probleme gibt. Alle leben glücklich und zufrieden, es gibt soziale Gerechtigkeit und keinerlei Kriminalität. So ähnlich müssen die Genossen der rot-grünen Landesregierung wohl denken, wenn sie Überlegungen anstellen, was man noch ändern könnte in dieser Bunten Republik.

Da sie ja davon ausgehen, das alle Frauen und Männer nur lachend den Tag genießen ohne sich irgendwelche Sorgen machen zu müssen, muss dringend etwas für die anderen getan werden. Für diejenigen, die keine Frauen oder Männer sind.  Denn von den über 61.000 Geburten (Stand 2012) gab es in Niedersachsen ganze 30 Geburten, bei denen mehrere Geschlechtsmerkmale vorlagen und das Geschlecht nicht eindeutig bestimmt werden konnte. Das sind immerhin knapp 0,05% aller Geburten! Höchste Zeit dass diese Gesellschaft sich den Realitäten stellt und den knapp 0,05% der Mitmenschen deutlich entgegen kommt! Es wäre ja ein Unding, wenn man erwarten würde, dass die knapp 0,05% sich der Mehrheit und dem Mehrheitsempfinden anpassen. Nein, man macht es lieber umgekehrt und erwartet von den 99,95% der Niedersachsen noch „offener“ zu werden.

Ausgerechnet das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration hatte deshalb zum ersten Fachtag „Intersexuelle Menschen in Niedersachsen“ geladen. Sozialministerin Cornelia Rundt (SPD) erklärte in Hannover: „Unser ganzes kulturelles Denken ist von der Zweiteilung der Geschlechter ‚Frau – Mann‘ bestimmt. Intersexuelle Menschen fordern zu Recht einen überfälligen, diese Grenzen überschreitenden Diskurs.“ Genau, denken wir künftig weniger in Frau-Mann Kategorien. Ach was, überlassen wir das Denken am besten gleich den Genoss*innen.

Da man sich vielleicht der Lächerlichkeit der 0,05%-Lobbypolitik bewußt geworden ist, hat man in üblich rot-grüner Manier einfach die Kriterien erweitert. So heißt es allen Ernstes in der veröffentlichen Mitteilung: „Dabei ist Geschlecht ein mehrdeutiger Begriff und umfasst sowohl körperliche Geschlechtsmerkmale als auch das soziale, kulturelle und psychische Geschlecht eines Menschen.“ Herrlich! Eine Steilvorlage für alle Männer (und natürlich Intersexuelle!), die künftig Frauenparkplätze nutzen wollen. Eine Musterantwort wäre: „Ja, meine körperlichen Geschlechtsmerkmale sind eindeutig männlich, aber meine sozialen (wahlweise ersetzen durch kulturellen oder psychischen) Geschlechtsmerkmale sind eindeutig weiblich.“ Bei Nachfragen kann man dann genüßlich auf die Landesregierung verweisen.

In unserem hochverschuldetem Niedersachsen bleibt es allerdings nicht bei hohlen Phrasen. Gott sei Dank folgen auch Taten. So fördert Niedersachsen als einziges Bundesland eine „qualifizierte Beratung durch Expert_innen in eigener Sache als auch die entsprechenden Selbsthilfestrukturen mit jährlich 40.000 Euro.“ Na bitte, die Milch- und Honigquellen fließen also weiterhin mit Höchstgeschwindigkeit.

Hoffentlich setzt sich die Landesregierung auch dafür ein, dass die Tierbezeichnungen endlich auf den neuesten Stand des Irrsinnsder politischen Korrektheit kommen. Warum nur von Kühen und Ochsen bzw. Bullen reden? Was ist mit den Wiederkäuern, die sich auf kein Geschlecht festlegen wollen? Bis zur Erreichung des Nirwanas gibt es also noch viel zu tun. Mit Rot-Grün schaffen wir das aber sicher!

(DD)

-Mitteilung der Landesregierung

Grafik: Diese Datei ist unter der Creative Commons-Lizenz Namensnennung 3.0 Unportedlizenziert. Benutzer:ParaDox

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