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21.01.2014
Niedersachsen, Überfremdung

Lesezeit: etwa 3 Minuten

Keinen Anhaltspunkt für rassistischen Überfall-Flüchtlingsrat in der Kritik!

Der Flüchtlingsrat Niedersachsen hat in einer Pressemitteilung am Dienstag, dem 14.01.2013 von einem mutmaßlich rassistischen Raubüberfall in Söhre (Landkreis Hildesheim) geschrieben. Angeblich sollten am 4. Januar gleich acht junge Männer im Alter von ca. 25-30 Jahren eine Zigeuner-Familie überfallen haben und den armen, mittellosen Asylbewerbern ganze 1.300 Euro Bargeld geraubt haben. Nach ersten Angaben soll es alleine aufgrund der äußeren Beschreibung um „Neonazis“ gehandelt haben, da einige von ihnen kahl geschorene Köpfe hatten und Springerstiefel trugen. Angeblich wurden vier der acht „Neonazis“ auch bereits am Vorabend bei der Wohnung gesehen. Die Polizei hat auch wegen bewaffnetem Raubüberfall ermittelt.

Bei solch einem schrecklichen Raubüberfall ermitteln natürlich Polizei und Staatsanwaltschaft. Pech für die Zigeuner-Familie und den Flüchtlingsrat ist es nur, dass die zuerst gemachten Erklärungen schon nach oberflächlicher Ermittlungsarbeit unhaltbar waren. Im BRD-Neusprech sind die Zigeuner zwar plötzlich eine „serbische Familie“, nichtsdestotrotz haben die Ermittlungen ein anderes Zwischenergebnis ergeben, als es sich besonders der Flüchtlingsrat Niedersachsen gewünscht und verbreitet hat. Die widersprüchlichen Aussagen der Zeugen haben die Mutmaßungen des Flüchtlingsrates über einen ausländerfeindlichen oder rechtsextremen Hintergrund nicht bestätigt. Die sofort vorgenommene Spurensicherung konnte vor Ort keinerlei Anhaltspunkte für irgendwelche Annahmen eines rechtsextremistischen, fremdenfeindlichen oder rassistischen Raubüberfalls feststellen.

Der ausgeraubte Familienvater konnte nur zwei der angeblich acht Täter beschreiben, bei dem einer schwarze Haare gehabt haben soll (sehr typisch für rechtsextreme Täter!) und der andere eine Glatze. Hingegen soll keiner Springerstiefel und ähnliche Kleidung getragen haben. Der Flüchtlingsratsvertreter Sigmar Walbrecht mußte in einer polizeilichen Vernehmung auch zugeben, dass er seine Informationen von einem geschädigten ohne deutsche Sprachkenntnisse habe, dessen Gespräch wiederrum von einer Person mit schlechten Sprachkenntnissen übersetzt wurde. Aufgrund der peinlichen Vorgehensweise des Flüchtlingsrates äußerte sich selbst der leitende Oberstaatsanwalt Thomas Pfleiderer überraschend deutlich mit den Worten: „Ich bin sehr ungehalten über die vom Vertreter des Flüchtlingsrats voreilig gezogenen und verbreiteten Schlussfolgerungen, für die es derzeit keine Tatsachengrundlage gibt". Dadurch werde „das Ansehen der Region Hildesheim beschädigt und die Mitbürgerinnen und Mitbürger mit Migrationshintergrund grundlos verängstigt".

Der Flüchtlingsrat Niedersachsens versteht die Kritik an seiner Vorgehensweise scheinbar nicht. So weist er in einer erneuten Pressemitteilung die Kritik zurück. Das türkischstämmige Vorstandsmitglied Kelloglu verteidigte das Vorgehen, da die Schilderungen der Familie (die kein Deutsch sprach-und sich mit einem schlecht Deutsch sprechenden Übersetzer verständigte!) einen rechtsextremen Hintergrund nicht ausschließen könne. Weiterhin ignoriert man in typisch linksextremer Manier jegliche sachliche Kritik und faselt wieder von den angeblich zahlreichen Angriffen auf Ausländer und Armutsflüchtlinge. Selbst die Mordserie des NSU, der mehr mit dem Verfassungsschutz als mit irgendwelchen Nationalisten zu tun hat, wird in die wirre Argumentation einbezogen.

Erhellend ist hingegen der letzte Satz von deren zweiter Pressemitteilung vom 17.01.2013. Darin heißt es, dass der Flüchtlingsrat sich bei den Unterstützern und dem Landkreis Hildesheim für die Bereitstellung einer Ersatzwohnung für die Familie bedankt. Wer als Zigeuner in Deutschland überfallen wird, bekommt also umgehend eine neue Wohnung. Laut polizeilicher Kriminalitätsstatistik gab es 2011 (Zahlen für 2012 und 2013 liegen uns derzeit nicht vor) 335 Raubüberfälle in Wohnungen. Hingegen ist uns kein einziger Fall bekannt, bei dem die zuständige Gemeinde, Samtgemeinde oder Stadt sich um eine neue Wohnung für die Überfallenen gekümmert hat. Wahrscheinlich waren die meisten der anderen Opfer ja auch „nur“ Deutsche.

Der Flüchtlingsrat Niedersachsen sollte nach diesem peinlichen Rassismus-Geschreie künftig auf jeden Fall gründlicher recherchieren, bevor er wieder mal lauthals die verbale Rassismus-Keule schwingt. Und warum kümmert sich der Flüchtlingsrat um Überfall-Opfer, sobald sie mal nichtdeutscher Herkunft sind? Ist diese Denkweise kein eindeutiges Zeichen von tiefem rassistischem Denken?

(DD)

-Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft

Foto: Paul-Georg Meister  / pixelio.de

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