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21.05.2014

Lesezeit: etwa 2 Minuten

Mehrheit der Deutschen ist gegen Kriegsabenteuer und Anbiederung an die USA

 

Die breite Mehrheit der Deutschen kann das gebetsmühlenartige Predigen einer besonderen Verantwortung, die Deutschland angeblich für den Weltfrieden habe, nicht mehr hören. Einer aktuellen repräsentativen Umfrage der Körber-Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut TNS Infratest zufolge, sprechen sich die meisten Deutschen dagegen aus, daß Deutschland mehr Verantwortung im Ausland übernehmen sollte.

60 Prozent der Deutschen sind dagegen, daß Deutschland sein außenpolitisches Engagement ausweitet. Im Jahr 1994 sprachen sich noch 62 Prozent dafür aus, daß Deutschland sich stärker in die Politik anderer Staaten einmischt. Die Umfrage gibt Beleg dafür ab, wie tief der Graben mittlerweile zwischen den Interessen der Bürger und den politischen Aktivitäten der etablierten Parteien ist. Während parteiübergreifend – von CDU über SPD bis hin zu den Grünen – eine Ausweitung des deutschen Engagements gefordert und stets von der besonderen deutschen Verantwortung fabuliert wird, sehen die meisten Deutschen nicht ein, warum deutsche Soldaten für fremde Interessen geopfert und Milliardensummen an Steuergeldern für Kriegsabenteuer vor allem an der Seite der USA zweckentfremdet werden sollen. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) gibt als Reaktion auf diese Umfrage aber unmißverständlich zu verstehen, daß ihn die Meinung der Bürger nicht sonderlich interessiert: „Politik muss sich über solche Gräben hinwegbewegen, damit sie handlungsfähig bleibt.“ Eine dubiose Haltung für jemanden, der sich selbst „Demokrat“ nennt.

Was militärische Aktivitäten betrifft, ist die Ablehnung der Deutschen noch deutlich größer. Lediglich 13 Prozent sind der Ansicht, daß sich die Bundeswehr stärker an militärischen Operationen im Ausland beteiligen sollte. Interessant ist auch, daß sich die Deutschen offenbar eine stärkere Hinwendung zu anderen europäischen Staaten wie Frankreich und Rußland wünschen. Auch ist bei „Reuters“ zu lesen: „Überraschend sprechen sich aber mehr Befragte dafür aus, dass Deutschland mit China künftig enger zusammenarbeiten sollte als mit den USA.“

Das veränderte Bewusstsein bei den Deutschen ist nur konsequent, wurde Deutschland doch in den letzten Jahren von den USA ständig in Kriegsabenteuer hineingezogen, die nicht im deutschen Interesse standen. Ob das völkerrechtliche Bombardement gegen Serbien, der Afghanistan-Krieg (der uns Deutsche noch heute jährlich mehrere Milliarden Euro kostet) oder aber die derzeitige, künstlich initiierte Frontstellung gegen Rußland – die Deutschen haben keine Lust mehr, sich in Kriege und Konflikte hineinziehen zu lassen, die von den USA konstruiert werden, um eigene geopolitische Interessen durchzusetzen.

Deutschland ist sicher gut beraten, wenn es sich – in guter Tradition des alten Reichskanzlers Otto von Bismarck – als ehrlicher Makler versteht, der sich aber nicht in kriegerische Auseinandersetzungen zugunsten fremder Interessen involvieren lässt.


Ronny Zasowk

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